Was sind Mineralstoffe?

Mineralstoffe sind kleinste Nährstoffe, die für den Körper lebensnotwendig sind. Konkreter handelt es sich um anorganische Nährstoffe, das heißt chemische Verbindungen, die keinen Kohlenstoff enthalten und daher nicht in der lebenden Natur vorkommen. Da der Körper sie nicht selbst herstellen kann, müssen sie über die Nahrung zugeführt werden.

Mengen- und Spurenelemente

Mineralstoffe werden in Mengen- und Spurenelementen unterteilt. Die Mengenelemente machen mit einer Konzentration von über 50 mg pro Kilogramm Körpergewebe einen größeren Anteil im Körper aus als die Spurenelementen, deren Anteil bei unter 50 mg pro Kilogramm Körpergewebe liegt.

Die 7 Mengenelemente sind für den Körper alle essentiell. Dazu zählen Calcium (Ca), Chlor (Cl), Kalium (K), Magnesium (Mg), Natrium (Na), Phosphor (P) und Schwefel (S).

Bei den 19 Spurenelemente konnte die Wissenschaft bis heute nicht für alle die genauen Funktionen im Körper bestimmen. Daher gibt es eine Einteilung nach essentiellen, wahrscheinlich essentiellen und möglicherweise essentiellen Spurenelementen:

  • Essentiell: Cobalt (Co), Eisen (Fe), Iod (I), Kupfer (Cu), Mangan (Mn), Molybdän (Mo), Selen (Se), Zink (Zn)
  • Wahrscheinlich essentiell: Bor (B), Chrom (Cr), Fluor (F), Silicium (Si), Vanadium (V)
  • Möglicherweise essentiell: Arsen (As), Brom (Br), Lithium (Li), Nickel (Ni), Rubidium (Rb), Zinn (Sn)

Welche Aufgaben erfüllen Mineralstoffe im Körper?

Mineralstoffe erfüllen vielfältige zum Teil überlebenswichtige Funktionen im Körper. So ist Natrium beispielsweise an der Regulation des Wasserhaushalts und Schwefel am Zellaufbau beteiligt. Dabei erfüllt ein Mineralstoff zumeist mehrere Aufgaben im Organismus. Zum Beispiel ist Calcium unverzichtbar für feste Knochen und Zähne, aber ebenfalls wichtig für die Blutgerinnung, Muskelaktivierung und Ausschüttung von Hormonen.

Was passiert bei einem Mineralstoff-Mangel?

Die Mangelerscheinung sind abhängig von dem jeweiligen Mineralstoff. So äußert sich ein Mangel an Kalium oder Magnesium unter anderem an Herzrhythmusstörungen sowie Muskelkrämpfen und ein Eisen-Mangel an Müdigkeit und brüchigen Haaren und Nägeln.

Was passiert bei einer Mineralstoff-Überdosierung?

Eine Überdosierung reguliert der Körper in der Regel durch eine erhöhte Ausscheidung, sodass sich diese im Körper nicht bemerkbar macht. Erst bei massiven Überdosierungen, beispielsweise durch Supplementierung, treten Symptome auf. Bei einer Überdosierung von Magnesium oder Natrium kann es zum Beispiel unter anderem zu Herzrhythmusstörungen, Erbrechen und Störungen der Nerven und Muskeln kommen.

Den (täglichen) Bedarf an Mineralstoffen decken

Der Bedarf kann mit einer guten und ausgewogenen Ernährung zumeist gedeckt werden, sodass eine Supplementierung nicht notwendig ist. Achten Sie dabei auf eine frische und abwechslungsreiche Kost.

Der Bedarf ist abhängig vom jeweiligen Mineralstoff und Geschlecht. So liegt der Bedarf an Selen beispielsweise bei etwa 60 µg und bei Calcium bei etwa 1.000 mg täglich. Der Körper hat jedoch für die meisten Mineralstoffe große Speicherkapazitäten, die er gut mobilisieren kann, sodass nicht jeder Mineralstoff täglich in der angegeben Menge zugeführt werden muss.

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