WAS IST KALIUM?

Kalium ist ein Ion (Normbereich bei Messung im Blut 3,6 – 50 mmol/l, das im menschlichen Körper für Erregungsleitung und den Säure-Basen-Haushalt benötigt wird.

Welche Aufgaben erfüllt Kalium im Körper?

Kalium hat erstens die Aufgabe, am Muskel die elektrische Erregbarkeit aufrecht zu erhalten, damit er bewegt werden kann.

Zudem ist Kalium maßgeblich an der Funktionsfähigkeit des Herzens beteiligt. Zuviel Kalium führt am Herzen zu einer Störung der Muskelkraft und zu einer reduzierten Erregungsleitung. Zu wenig Kalium ruft Herzrhythmusstörungen hervor.

Außerdem hat Kalium zusammen mit anderen Ionen die Aufgabe, das Verhältnis von Säuren und Basen im Körper zu regulieren. Bei der Zuckerkrankheit lässt sich das gut darstellen:

Die Zuckermoleküle im Blut verändern dessen Zusammensetzung dahingehend, dass sehr viel Wasser – und damit auch Kalium – über die Niere ausgeschieden wird. Gleichzeitig entstehen durch den Zuckerüberschuss aber auch Ketonkörper, die zu einer Übersäuerung des Blutes führen. Dadurch wird Kalium aus der Zelle in die Blutbahn abgegeben. Zunächst verarmen also nur die Zellen an Kalium. Wenn es dann zu einer hohen Wasserausscheidung durch den erhöhten Blutzucker kommt, geht auch in der Blutbahn viel Kalium verloren.

In welchen Nahrungsmitteln ist Kalium enthalten?

Kalium wird über die Nahrung aufgenommen. Viele Obstsorten (unter anderen Bananen) sind kaliumreich. Trockenfrüchte enthalten besonders viel Kalium, weil die Inhaltsstoffe bei fehlendem Wasser konzentriert sind.

Auch Gemüse und Cashewkerne sind kaliumreich.

Wenig Kalium ist in Tiefkühlkost enthalten. Durch langes Kochen statt schonendem Garen oder rohem Verzehr werden Lebensmittel ärmer an Kalium.

Wie hoch ist der tägliche Bedarf an Kalium?

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt 4 g pro Tag für den gesunden Menschen. Mit einer gesunden vollwertigen Ernährung können Sie diesen Tagesbedarf gut decken.

Kaliummangel und Kaliumüberschuss – Ursachen, Symptome und Folgen

Eine Unterversorgung mit Kalium ist leicht durch Steigerung der Zufuhr mit der Nahrung oder in reiner Form als Kapsel oder Pulver zu beheben.

Eine Überversorgung des Körpers durch gestörte Ausscheidungsmechanismen ist schwieriger zu behandeln. Mit Diät ist das alleine nicht möglich; hier ist man auf Medikamente angewiesen. Schlimmstenfalls ist Dialyse erforderlich.

Ausgeschieden wird Kalium zu 90% über die Nieren und zu 10% über den Darm. Zusätzlich kann es bei Extremsportarten durch Schwitzen über die Haut verloren gehen.

Gefährliche Verluste, die nicht durch die übliche Ernährung ausgeglichen werden können, entstehen bei heftigem Durchfall und der Ausscheidung großer Mengen Urin.

Bei welchen Krankheiten muss der Kalium-Spiegel regelmäßig gemessen werden?

Auf den Kaliumwert im Blutes muss geachtet werden bei:

  • Diabetes
  • Nierenerkrankungen
  • Erkrankungen der Leber
  • Herzerkrankungen
  • bei anhaltenden Durchfall.

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