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Was ist Selen?

Was ist Selen?

Bei Selen handelt es sich um ein chemisches Element, das zu den Halbmetallen zählt. In der Ernährung gehört es zu den essenziellen Spurenelementen. Das bedeutet, dass es einerseits lebensnotwendig ist und andererseits nicht vom menschlichen Körper selbst erzeugt werden kann. Deshalb muss es, wenn auch in sehr geringen Mengen, mit der Nahrung aufgenommen werden.

Ein andauernder Selenmangel kann gesundheitliche Folgen für Sie haben, doch auch eine Überdosierung wirkt sich negativ aus.

Wie hoch ist der Bedarf?

Altermännlichweiblich
bis 4 Monate10 µg/Tag10 µg/Tag
4-12 Monate15 µg/Tag15 µg/Tag
1-4 Jahre15 µg/Tag15 µg/Tag
4-7 Jahre20 µg/Tag20 µg/Tag
7-10 Jahre30 µg/Tag30 µg/Tag
10-13 Jahre45 µg/Tag 45 µg/Tag
13-15 Jahre60 µg/Tag 60 µg/Tag
15-19 Jahre70 µg/Tag 60 µg/Tag
19-25 Jahre70 µg/Tag 60 µg/Tag
25-51 Jahre70 µg/Tag 60 µg/Tag
51-65 Jahre70 µg/Tag 60 µg/Tag
65+ Jahre70 µg/Tag 60 µg/Tag
Schwangere60 µg/Tag
Stillende75 µg/Tag
Zufuhrempfehlung der DGE e.V.

Spurenelemente werden von Menschen generell nur in winzigen Mengen benötigt. Bei Selen wird von einem Bedarf von etwa 55-60 μg (Mikrogramm) pro Tag ausgegangen.

Der Wert bezieht sich auf eine gesunde, erwachsene Person. Die Angaben unterscheiden sich jedoch je nach Studie und Literatur, da es schwierig ist, den Bedarf exakt zu ermitteln.

In welchen Lebensmitteln kommt Selen vor?

Selen kommt in erster Linie in Eiern, Fisch und Fleisch vor, insbesondere in Wild.

Es gibt aber auch viele pflanzliche Lebensmittel, in denen Selen enthalten ist, darunter Nüsse, vor allem Paranüsse, Weißkohl, Kichererbsen, Paprika und Mandarinen.

Zu bedenken ist, dass das Spurenelement schlechter vom Körper verwertet werden kann, wenn gleichzeitig Vitamin C aufgenommen wird.

Wie selenhaltig Pflanzen, aber auch pflanzenfressende Tiere sind, hängt vom Selengehalt des Bodens ab. Dieser ist in Europa aufgrund der langen und intensiven landwirtschaftlichen Nutzung relativ gering.

Selen
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Selenmangel

Ein Selenmangel kann sich durch folgende Symptome äußern:

  • Müdigkeit, Erschöpfung
  • Unfruchtbarkeit bei Männern
  • Bluthochdruck
  • Herzbeschwerden
  • Muskelschwäche
  • Leberprobleme
  • Haarausfall
  • Blässe
  • schuppige Haut
  • weißfleckige Fingernägel
  • erhöhte Anfälligkeit für Infektionen

Allerdings sind diese Anzeichen sehr unspezifisch, weshalb eine Vielzahl Ursachen infrage kommt – nahezu alle sind häufiger als Selenmangel.

Insgesamt wird davon ausgegangen, dass gesunde Personen in Deutschland keinen Selenmangel erleiden.

Allerdings können Veganer, Frühgeborene, künstlich ernährte Menschen sowie solche mit chronischen Magen-Darm-Erkrankungen und Alkoholiker betroffen sein. In diesen Fällen ist entweder die aufgenommene Selenmenge nicht ausreichend oder die Aufnahme im Körper ist gestört.

Sollten Sie befürchten, unter Selenmangel zu leiden, lässt sich dies leicht mit einem Bluttest feststellen.

Selen-Überdosierung

Eine Selen-Überdosierung allein über die Nahrung ist nicht möglich. Sie kann allerdings durch Nahrungsergänzungsmittel erfolgen.

Es wird angenommen, dass eine Menge von bis zu 300 μg Selen unschädlich ist, allerdings keinen Nutzen hat. Wird die Dosis überschritten, drohen:

  • Magen-Darm-Probleme
  • Müdigkeit
  • Haar- und Nagelwachstumsstörungen
  • Leberschäden

Es existieren Einzelfallberichte über Schäden des Gehirns durch langandauernde Selenüberdosierung.

Quellen

Beatrice Schmidt
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