3. April 2020

Was ist das Buchinger Fasten?

Fasten nach Dr. Buchinger bedeutet: „Leben aus den körpereigenen Nahrungsdepots!“. Während des Fastens erhält der Körper die Chance, sich selbst zu regulieren und den Stoffwechsel in Schwung zu bringen.

Was ist Buchinger Fasten?

Buchinger Fasten trägt den Namen „Fasten für Gesunde“. Es soll die Selbstheilungskräfte des Körpers aktivieren und den Stoffwechsel nachhaltig verbessern.

Während des Fastens nach Dr. Buchinger nehmen Sie keine feste Nahrung zu sich. Sie trinken Wasser, Gemüsebrühe und Saft.

Das Fasten nach Dr. Buchinger geht über einen Zeitraum von fünf bis elf Tagen.

Wie läuft das Fasten nach Buchinger ab?

Das Buchinger Fasten wird in vier Phasen unterteilt:

  • Vorbereitungstage
  • Entlastungstage
  • Fastentage
  • Aufbautage

Erste Phase: Die Zeit der Vorbereitung

In der Vorbereitungsphase organisieren Sie ihre Fastenzeit. Sie:

  • kaufen Nahrungsmittel und andere Dinge ein, die Sie für die Fastenzeit benötigen.
  • erledigen letzte wichtige Termine oder andere Aufgaben.
  • planen die nächsten Tage.
  • bereiten sich mental auf die Zeit ohne feste Nahrung vor.

Wieviel Zeit Sie sich für diese Vorbereitungen nehmen, bleibt natürlich Ihnen überlassen. Wir empfehlen Ihnen einen bis drei Tage für die Phase.

Bild mit der Aufschrift „Einkaufsliste für die Fastenzeit“ und der Aufforderung „Hier klicken und kostenfreie Liste herunterladen“
Einkaufsliste für das Fasten nach Dr. Buchinger

Zweite Phase Die Entlastungstage

Die Entlastungsphase geht ebenfalls über einen bis drei Tage.

In dieser Zeit bereiten Sie ihren Körper auf die folgenden Fastentage vor. Sie verabschieden sich von Genussmitteln, wie:

  • Kaffee
  • Schwarzer Tee
  • Süßigkeiten
  • Alkohol
  • Nikotin

Die Entlastungstage können Sie in Form von Obst-, Reis- oder auch Gemüse-Rohkost-Tagen gestalten. Im Folgenden finden Sie unser Empfehlungen für Lebensmittel- und Getränkemengen in dieser Zeit.

Obst-Tage

  • 1,5 Kilogramm Obst über den Tag verteilt essen
  • Mindestens 2 l Mineralwasser (Natrium-und Nitratarm)
  • Mindestens 1 l Kräuter-oder Früchtetee, ungesüßt und ohne Zusatzstoffe

Reis-Tage

  • 3x50g Reis (Trockengewicht) mit Obst oder Gemüse
  • Mindestens 2 l Mineralwasser (Natrium-und Nitratarm)
  • Mindestens 1 l Kräuter-oder Früchtetee, ungesüßt und ohne Zusatzstoffe

Rohkost-Tage

  • 1,5 Kilogramm Salate aus Obst und Gemüse, Blattsalate
  • Mindestens 2 l Mineralwasser (Natrium-und Nitratarm)
  • Mindestens 1 l Kräuter-oder Früchtetee, ungesüßt und ohne Zusatzstoffe

Dritte Phase: Die Fastentage

Die drei bis fünf Fastentage bilden die dritte Phase des Heilfastens. An diesen Tagen nehmen Sie ausschließlich Flüssigkeit zu sich.

Ein möglicher Tagesablauf sieht an den Fastentagen, wie folgt aus:

  • Nach dem Aufstehen: Warmes Wasser (ca. 250 ml)
  • Morgens: Fastentee (ca. 250 ml)
  • Mittags: salzfreie Gemüsebrühe (ca. 250ml)
  • Nachmittags: Fastentee*(ca. 250 ml)
  • Abends: hochwertiger aufgewärmter Obst-/Gemüsesaft (ca. 250 ml)
  • Über den Tag verteilt: reichlich Wasser (2-4 l)

An den Fastentagen unterstützen sie ihren Körper mit folgenden Maßnahmen:

  • Tag 1: Darmentleerung mittels Fastensalz*
  • Tag 3 und Tag 5 Darmentleerung mittels Einlauf
  • Täglich nach der Gemüsebrühe: Leberwickel

Der Fastentee hat zwei Hauptwirkungen auf Ihren Körper. Er:

  • hemmt den Appetit und das Hungergefühl.
  • unterstützt bei der Entgiftung des Körpers.

Durch den Gemüsesaft und die Gemüsebrühe führen sie Ihrem Körper auch während der Fastenzeit Vitamine und Mineralstoffe zu. Das ist wichtig, damit Sie nicht in die Unterversorgung mit Vitalstoffen kommen.

Sie können die Gemüsesäfte, zur besseren Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen, mit weiteren natürlichen Vitalstoffen anreichern. Drei gut geeignete Produkte sind LaVita, Cellagon und die vegetarischen Kapseln Shield von BioProphyl*.

Zu beiden Produkten LaVita und Cellagon finden Sie umfassende Berichte in unserem Blog:

Das Wasser benötigt der Körper um Schlacken und Giftstoffe besser abzutransportieren.

Der Leberwickel wirkt direkt auf Ihre Leber. Die Leber ist eines der wichtigsten Entgiftungsorgane. Während der Fastenzeit leistet Sie viel Arbeit. Daher empfehlen wir Ihnen sie mit Hilfe von Leberwickeln bei Ihrer Arbeit zu unterstützen.

Anleitung Leberwickel
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Mithilfe von Basischen Bädern*, Massagen und Spaziergängen an der frischen Luft, helfen Sie ihren ebenfalls Körper bei der Entgiftung während des Buchinger Fastens.

Vierte Phase: Die Aufbau-Tage

Die vierte und somit letzte Phase des Fastens nach Dr. Buchinger sind die Aufbau-Tage.

In dieser Phase gewöhnen Sie Ihren Körper sehr behutsam und langsam wieder an feste Nahrung.

Die drei Aufbautage können Sie folgendermaßen gestalten:

Aufbautag 1

  • nach dem Aufstehen: 250 ml lauwarmes Wasser trinken
  • Morgens: 250 ml Fastentee mit einem Löffel „trinken“
  • Vormittags: Fastenbrechen mit einem reifen Apfel (klein geschnitten, langsam essen und gut kauen)
  • Mittags: Kartoffel-Karotten-Suppe, püriert
  • Nachmittags: 250 ml Fastentee
  • zum Abendessen: Tomatensuppe, püriert
  • Über den Tag verteilt: reichlich Wasser (2-4 Liter)

Aufbautag 2

  • nach dem Aufstehen: 250 ml lauwarmes Wasser trinken
  • Morgens: Frischkorn- oder Haferbrei
  • Mittags: Kartoffeln und/oder leicht verdauliches Gemüse
  • Nachmittags: 250 ml Fastentee
  • Abends: Zarter Blattsalat mit leichtem Dressing
  • Über den Tag verteilt: reichlich Wasser (2-4 Liter)

Aufbautag 3

  • nach dem Aufstehen: 250 ml lauwarmes Wasser trinken
  • Morgens: Frischkornbrei oder Müsli (mit Getreidedrink)
  • Mittags: Reis und/oder leicht verdauliches Gemüse
  • Nachmittags: 250 ml Fastentee
  • Abends: Vollkornbrot oder Vollkornknäckebrot mit leichtem veganen Aufstrich
  • Über den Tag verteilt: reichlich Wasser (2-4 Liter)

Nach dem letzten Aufbautag ernähren Sie sich am besten vollwertig und gesund.

Lassen Sie es hierbei langsam angehen. Kauen Sie Ihre Nahrung gründlich und trinken Sie auch weiterhin viel Flüssigkeit.

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Wozu dient das Heilfasten?

Das Buchinger Fasten hilft Ihrem Körper bei der Entgiftung und Entschlackung.

Unter Schlacken werden alle Stoffe verstanden, die Ihr Körper ausscheiden sollte, es jedoch aus den unterschiedlichsten Gründen im Alltag nicht schafft.

Gründe für eine schlechte oder mangelhafte Entschlackung sind:

  • Fehlernährung
  • Umweltbelastungen
  • Stress
  • Bewegungsmangel

Die Schlackenstoffe lagern sich in den Zellzwischenraum ab.

Durch diese Ablagerungen ist die Verbindung zwischen den Gefäßen und Organen zum Teil unterbrochen.

Durch die Unterbrechung werden die einzelnen Organe immer schlechter mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Eine Mangelversorgung sorgt unter anderen für ein geschwächtes Immunsystem.

Das Heilfasten nach Buchinger unterstützt ihren Köper diese Ablagerungen auszuscheiden.

Für die Ausscheidung nutzt der Körper verschiedene Ausscheidungsorgane:

  • Darm
  • Nieren
  • Lunge
  • Haut
  • Zunge

Wer darf nicht fasten?

In der Schwangerschaft und Stillzeit ist das Fasten nicht empfehlenswert. Durch die geringe Aufnahme an Nährstoffen, bringen Sie Ihre eigene Gesundheit und die Gesundheit ihres (ungeborenen) Kindes in Gefahr.

Kinder und Jugendliche unter 14 Jahren dürfen ebenfalls nicht fasten. Der Grund ist, dass es durch die starke Einschränkung an Nährstoffen zu einer Unterversorgung kommen kann. In der Folge können sowohl die geistige als auch die körperliche Entwicklung geschädigt werden.

Wer darf fasten?

Fasten nach Dr. Buchinger wird auch als das „Fasten für Gesunde“ bezeichnet.

Wenn Sie körperlich und geistig gesund sind und nicht zu der Gruppe von Menschen gehören, die nicht fasten dürfen, ist das Buchinger Fasten für Sie geeignet.

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Wer sollte nur unter ärztlicher Aufsicht fasten?

Es gibt eine Vielzahl von Personengruppen, die nur unter ärztliche Aufsicht und/oder einer speziellen Fastenklinik fasten sollten. Hierzu gehören:

  • Diabetiker unter Medikamenten
  • Bluthochdruckpatienten unter Medikation
  • Rheumatiker
  • Herz-Kreislaufpatienten
  • Gichterkrankte
  • Alkohol- und Drogenabhängige
  • „Erstfaster“ über 60 Jahre
  • Jugendliche zwischen 15 und 18 Jahren
  • geisteskranke Personen
  • depressive Menschen
  • Personen mit Essverhaltensstörungen
  • Menschen, die dauerhaft Medikamente einnehmen

Falls Sie sich unsicher sind, ob Sie mental und körperlich in der Lage sind zu fasten, sollten Sie sich im Vorfeld ärztlich beraten lassen.

Was ist die beste Zeit zum Fasten?

Traditionell wird in unserem Kulturkreis zweimal im Jahr gefastet. Vor Ostern und im Herbst. Sie können jedoch auch zu jeder anderen Zeit im Jahr das Buchinger Fasten betreiben.

Idealerweise nehmen Sie sich für die Zeit des Fastens ein paar Tage frei oder senken alle Aktivitäten auf ein Minimum.

Klappt das nicht können sie natürlich auch im Alltag fasten. Wichtig beim Fasten im Alltag ist, dass unwichtige Termine abgesagt werden sollten, keine Familienveranstaltungen oder andere Feste auf dem Programm stehen und alles ein wenig ruhiger und entspannter von statten geht.

Achten Sie beim Fasten im Alltag darauf, dass gerade in den ersten Tagen eine gewisse Mattigkeit und eine erhöhte Reizbarkeit auftreten kann.

Wie oft sollte man fasten?

Wenn Sie es schaffen ein bis zweimal im Jahr zu Fasten, tun Sie viel für Ihre Gesundheit.

Im Frühjahr und im Herbst ist unser Körper am besten auf Veränderungen eingestellt. Die Wirkung des Buchinger Fastens ist in dieser Zeit intensiver und der Organismus wird sehr gut gereinigt.

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Was sind Fastenflauten?

Fastenflauten sind Nebenwirkungen, die beim Fasten auftreten können.

Die Fastenflauten treten meistens innerhalb der Fastentage, also zwischen dem zweiten und vierten Fastentag, auf. Zu ihnen gehören:

  • Schwächegefühle
  • Abgeschlagenheit
  • Müdigkeit
  • Konzentrationsstörungen
  • Antriebslosigkeit
  • schlechte Laune
  • Kopfschmerzen
  • Gliederschmerzen

Wenn Sie derlei Symptome bei sich feststellen, schalten Sie einfach einen Gang zurück. Machen Sie langsame Spaziergänge an der frischen Luft und prüfen Sie, ob Sie auch genug Flüssigkeit zu sich nehmen.

Mit oder ohne Begleitung Fasten?

Wenn Sie das erste Mal Fasten, ist es für Sie vermutlich angenehmer, unter Anleitung zu fasten. Das gibt Ihnen mehr Sicherheit und eventuell auftretende Fastenflauten können Sie besser anpacken.

Für das Fasten bieten sich Fastenkuren, Fastenhotels oder auch Fastengruppen an.

Verschiedene Urlaubsangebote rund um das Fasten, finden Sie bei Retreat Urlaub*.

Leiden Sie unter einer Vorerkrankung, empfehlen wir Ihnen grundsätzlich mit Begleitung zu fasten. Verschiedene Hotels und Kurkliniken bieten Ihnen unterschiedliche Optionen in der ärztlichen Betreuung an.

Wann sollten Sie das Fasten abbrechen?

Sie sollten Ihre Fastenzeit abbrechen, wenn Sie folgende Komplikationen bei sich beobachten oder bei ärztlichen Untersuchungen festgestellt werden:

  • Herzrhytmusstörungen
  • Magenprobleme
  • Reflux
  • Elektrolytstörungen
  • Kreislaufkollaps
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Was müssen Sie beim Fasten im Zusammenhang mit Medikamenten beachten?

Wenn sie regelmäßig Medikamente einnehmen, halten sie vor dem Fasten Rücksprache mit Ihrem Arzt / Ihrer Ärztin.

Bei einigen Medikamenten müssen während des Fastens gegebenenfalls eine Anpassung in der Dosierung vorgenommen werden. Hierzu gehören:

  • Antiepileptika
  • Antihypertensiva
  • Antikoagulanzien
  • Kontrazeptiva
  • Medikamente gegen Diabetes mellitus
  • Nichtsteroidale Antirheumatika
  • Psychopharmaka
  • Systemische Cortide

Hat das Fasten Auswirkungen auf Krankheiten?

Kleinere, nichtrandomisierte Studien und Beobachtungsstudien zeigten einen positiven Effekt bei folgenden Erkrankungen:

  • Atopische Krankheiten
  • Chronische Entzündungen
  • Chronische kardiovaskuläre Krankheiten
  • Chronische Schmerzzustände
  • Metabolisches Syndrom
  • Psychosomatisches Krankheiten

Hilft das Buchinger Fasten beim Abnehmen?

Während der Fastenzeit verlieren Sie Körpergewicht. Je nach Ausgangssituation ist die Gewichtsreduktion unterschiedlich hoch.

Das Fasten dient jedoch nicht dem Abnehmen von Körpergewicht. Der Erfolg ist nur kurzfristig und hält nicht lange an. Das verlorene Gewicht ist innerhalb weniger Wochen wieder drauf.

Wenn sie langfristig Ihr Gewicht reduzieren möchten, so ist eine Ernährungsumstellung sehr sinnvoll. Am besten steigen Sie direkt nach der Fastenkur in eine vollwertige und gesunde Ernährung ein.

Gut geeignete Ernährungsformen sind:

Welche Auswirkungen hat das Fasten auf die Seele?

Viele Menschen die Fasten, berichten davon, dass Ihnen das Fasten sehr gut tut. Sie erleben eine innere Ruhe und ein besseres Körpergefühl.

Das Fasten kann ein guter Start für eine Veränderung im Lebensstil darstellen. Hierzu gehören:

  • Umstellung der Ernährung
  • Mit dem Rauchen aufhören
  • Regelmäßiger Sport

Viele Fastende erleben am 2-3 dritten Fastentag ein seelisches Tief. Dieses geht in der Regel schnell vorüber. Sollte bei Ihnen das Tief länger anhalten nehmen Sie bitte Kontakt mit Ihrem Arzt / Ihrer Ärztin auf.

Ein länger anhaltendes Tief kann zu einer Depression führen. In diesem Fall sollten Sie das Fasten abbrechen.

Weiterführende Literatur

Damit Sie sich besser auf die Fastenzeit vorbereiten können, lesen Sie sich noch mehr in das Thema ein.

Folgende Bücher liefern Ihnen wertvolle Informationen zum Fasten im Allgemeinen und zum Fasten nach Dr. Buchinger im Speziellen:

*Dieser Artikel enthält Affiliate-Links

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