Fasten nach Dr. Buchinger

Fasten bedeutet: „Leben aus den körpereigenen Nahrungsdepots!“. Während des Fastens erhält der Körper die Chance, sich selbst zu regulieren und ordnend in die Grundvorgänge seines Stoffwechsels einzugreifen.

Das Fasten dient in erster Linie der Entschlackung des Körpers. Unter Schlacken werden alle Stoffe verstanden, die der Körper eigentlich ausscheiden sollte, es jedoch aus den unterschiedlichsten Gründen (wie Fehlernährung, Umweltbelastungen, Stress oder Bewegungsmangel) nicht schafft. Die Schlackenstoffe lagern sich in den Zellzwischenraum ab und verschlechtern somit die Verbindung zwischen den Gefäßen und Organen. Dadurch werden die einzelnen Organe immer schlechter mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt.

Beim Fasten werden alle Ausscheidungsorgane unterstützt. Hierzu gehören: der Darm, die Nieren, die Lunge, die Haut und die Zunge. Viele Fastengegner behaupten, dass es vollkommen ausreichend ist, eine Darmkur (zum Teil mit mehr oder weniger kostenintensiven Präparaten) durchzuführen. Dabei wird zwar der Darm gereinigt jedoch nicht alle anderen Ausscheidungsorgane.

Wer darf fasten?

Fasten nach Dr. Buchinger wird auch als das Fasten für Gesunde bezeichnet. Jeder der körperlich und geistig Gesund ist, darf grundsätzlich fasten. Falls man sich unsicher ist, ob man dazu körperlich in der Lage ist, kann man sich auch gern im Vorfeld ärztlich bzw. alternativmedizinisch beraten lasse.

Schwangere, Stillende sowie Kinder und Jugendliche unter 14 Jahren dürfen auf keinen Fall Fasten.

Diabetiker unter Medikamenten , Bluthochdruckpatienten unter Medikation, Rheumatiker und Herz-Kreislaufpatienten, Gichterkrankte, Alkohol- und Drogenabhängige, „Erstfaster“ über 60 Jahre und Jugendliche zwischen 15 und 18 Jahren, geisteskranke Personen, depressive Menschen, Personen mit Essverhaltensstörungen sowie Personen, die dauerhaft Medikamente einnehmen dürfen Fasten. Jedoch nur unter ärztlicher Aufsicht und/oder in speziellen Fastenkliniken

Wie läuft die Fastenzeit ab?

Die Zeit des Fastens untergliedert sich in vier Phasen. Die erste Phase ist die Zeit der Vorbereitung. In dieser Zeit werden wichtige oder auch unangenehme Termine erledigt und die Einkäufe für die Fastenzeit durchgeführt.

Die zweite Phase sind die Entlastungstage. In meinen Fastengruppen plane ich hierfür drei Tage ein. In diesen drei Tagen wird der Körper auf die folgenden Fastentage vorbereitet. Die Entlastungstage können aus Obsttagen, Reistagen oder auch Gemüserohkosttagen bestehen. In dieser Zeit verabschiedet man sich beispielsweise von Genussmitteln, wie Kaffee, schwarzer Tee, Süßigkeiten und so weiter.

Die Fastentage bilden die dritte Phase des Heilfastens. An diesen Tagen wird salzfreie Gemüsebrühe, hochwertiger Obst-/Gemüsesaft, Fastentee und reichlich Wasser getrunken. Außerdem wird der Körper durch eine Darmentleerung mittels Fastensalz, durch Einläufe, Leberwickel und andere Maßnahmen bei der Entschlackung und Entgiftung unterstützt. In meinen (Online) Gruppen dauert diese Phase 5 Tage.

Die vierte und somit letzte Phase sind dann die Aufbautage. Hier wird der Körper sehr behutsam und langsam wieder an feste Nahrung herangeführt. Am ersten Aufbautag wird das Fasten mit einem leckeren Apfel (bei einer Unverträglichkeit von Äpfeln mit einem anderen bekömmlichen Obst und Gemüse) gebrochen. Die Aufbautage gehen im Schnitt über 3 Tage. Nach diesen drei Tagen wird gesund und vollwertig weiter gegessen.

Fasten im Alltag?

Es ist zwar schön wenn man sich Urlaub nehmen kann, um ganz entspannt zu fasten und auch in sich zu gehen, doch ist dies nicht zwingend erforderlich. Wer sich nicht von der Arbeit frei nehmen kann oder einen Haushalt und Kinder zu versorgen hat, kann dennoch sehr gut im Alltag fasten. Wichtig ist, dass unwichtige Termine abgesagt werden, keine Familienveranstaltungen oder andere Feste auf dem Programm stehen und alles ein wenig ruhiger und entspannter von statten geht.

Ich persönlich faste immer im Alltag und bekoche auch meine Familie. Es ist jedes Mal ein bisschen anders. Mal klappt es sehr gut und ein anderes Mal fällt es mir vielleicht etwas schwerer. Für mich persönlich ist es im Frühjahr angenehmer, für andere im Herbst. Jeder Mensch ist hier etwas anders.

Sollte man während des Fastens feststellen, dass es nicht geht, können die Aufbautage und somit das Fastenbrechen auch jederzeit vorgezogen werden.

Wie oft sollte man fasten?

Ein bis zweimal pro Jahr wäre es gut zu fasten. Einmal im Frühjahr und einmal im Herbst. In diesen Zeiten ist unser Körper am besten auf Veränderungen eingestellt und das fasten wird dadurch richtig intensiv und der Organismus wird sehr gut gereinigt.

Mit oder ohne Anleitung/ Begleitung?

Gerade Erstfastern empfehle ich unter Anleitung zu fasten. Das gibt mehr Sicherheit und eventuell auftretende Fastenflauten können besser angepackt werden. Ab dem zweiten oder dritten Mal geht es dann sicher auch allein sehr gut.

Allein oder in der Gruppe?

Lebt man in einer Beziehung ist es sicher einfacher, wenn der Partner/ die Partnerin ebenfalls fastet oder es zumindest respektiert, was man macht. Eine Fastengruppe, egal ob Online oder im persönlichen Kontakt, bietet ebenfalls einige Vorteile. So ist es eine sehr gute Plattform zum gegenseitigen Austausch und man merkt, dass es anderen Menschen ähnlich ergeht, wie einem selbst.

Eure:

Beatrice Schmidt, Ernährungsexpertin, Bloggerin und Fachbuchautorin von:

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Erfahrungsberichte einer Klientin:

 

Katja Ab. schrieb mir nach einem meiner Online-Fastengruppen folgendes:
Erfahrungsbericht Fasten nach Dr. Buchinger, mit Anleitung und Unterstützung durch Bea Schmidt

Ich bin 178cm groß, 32 Jahre alt, und übergewichtig. Ich leide seit einigen Jahren an COS. Zu allem Überfluss habe ich im Oktober eine Bauch-OP gehabt, als Notfall. Daraufhin urden mir über mehr als 2 Monate starke Schmerzmittel verordnet, und mir ging es sehr schlecht. Meine Konzentration reichte grade so um sich zu merken wer angerufen hat, ber nicht mehr um einen Bruchteil des Gespräches wieder zu geben. Auch war ich ca. 6 Stunden am Tag wach. Mehr ging nicht, ich schlief im sitzen ein.

Ich habe aus schulmedizinischer Sicht keine Hilfe bekommen, da mir kein Arzt sagen konnte was nun nicht stimmt. Ich sollte nur die Medikamente wegen der PCOS weiter nehmen, und sonst abwarten. Abwarten ist allerdings nicht so meins, zudem es mit Lebensqualität nichts mehr zu tun hatte.  Bea Schmidt bot zu der Zeit ein Webinar „Fasten nach Dr. Buchinger“ an. Ich entschied dieses mitzumachen, um vielleicht so ein paar Rückstände aus meinem Körper zu bekommen, in der Hoffnung das es mir wenigstens ein wenig besser geht.

Tag 1-3, Entlasungstage:
Ich habe mich für die Obst-Variante entschieden. Es viel mir erstaunlich leicht, und ich war auch nicht wirklich hungrig. Ich merkte kaum Unterschiede, ja, vielleicht war ich ein wenig fitter, aber das konnte auch Einbildung sein.

Tag 4-8, Fastentage:
Nein, es war keine Einbildung, ich wurde von Tag zu Tag deutlich fitter. Ich hatte keine feste Nahrung im Körper, mir ging es hervorragend. Mitunter ein wenig schlapp, aber nicht so müde und geschafft wie vorher. Ich habe bis zum Tag 8 fast 6 kg verloren, und meine Körperfettwaage sagt: es ist nur zur Hälfte Wasser! Das motivierte, ganz ohne Hunger jeden Tag zu merken das es einem besser geht! Wobei ich an Tag 7 und 8 es kaum noch erwarten konnte bald wieder was kauen zu dürfen.

Tag 9-11, Aufbautage:
Endlich, der erste Apfel! Frisch gekauft, gehütet wie meinen Augapfel, und ganz in Ruhe gegessen. Dann Suppe gekocht, und langsam angefangen wieder zu essen. Meine Energie steigerte sich täglich und zunehmend. Am Tag 11 hatte ich tatsächlich fast 9 kg verloren. Gut, da geht bestimmt wieder was drauf, aber das war nur Nebensache. Wie geht’s nun weiter? Bea Schmidt bot an, 4 Wochen vegan zu leben, und dieses zu betreuen. Einen Versuch ists wert, also los!

Mir ging es lange nicht so gut! Ich war vor dem Fasten, und auch danach, beim Arzt, um Blutwerte nehmen zu lassen. Meine Werte hatten sich deutlich verbessert, das PCO Syndrom war zwar noch vorhanden, aber deutlich schwächer, ich konnte weiterhin auf die Medikation verzichten! Was ein Erfolg! Ich esse weiterhin überwiegend vegan, und merke das es mir deutlich besser geht!

Danke Bea!

Beatrice
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Beatrice

Beatrice Schmidt ist zertifizierte Ernährungsberaterin mit Herzblut. Sie schreibt Fachartikel, Ratgeber und Kochbücher für die vegane und glutenfreie Küche.

Auf vielen Veggie-Messen kann man ihr beim Kochen auf den Showbühnen zu schauen und mit etwas Glück sogar mit machen.

Hier geht es zu ihren Büchern.

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