Was ist Raffinose?

Raffinose ist ein sogenanntes Trisaccharid (Dreifachzucher), das aus den Einfachzuckern Galaktose (Schleimzucker), Glukose (Traubenzucker) und Fruktose (Fruchtzucker) besteht.

In einigen Pflanzen wird anstelle von Stärke Raffinose als Speicherkohlenhydrat genutzt. So kommt Raffinose beispielsweise in Hülsenfrüchten wie Erbsen und Bohnen, Zuckerrohr, Zuckerrüben und Kürbisgewächsen vor.

Welche Aufgaben hat Raffinose im menschlichen Körper?

Einfachzucker, Zweifachzucker, Dreifachzucker und Vielfachzucker gehören zur Familie der Kohlenhydrate. Sie dienen dem menschlichen Körper als Energielieferanten.

Körperzellen nutzen hauptsächlich Traubenzucker als Energiequelle. Traubenzucker entsteht die bei der Aufspaltung der Raffinose.

Je nach Organ besteht ein unterschiedlich hoher Energiebedarf am Grundumsatz (Energiebedarf für die Grundfunktionen):

  • 24 Prozent für die Muskulatur
  • 22 Prozent für die Leber
  • 20 Prozent für das Gehirn
  • 10 Prozent für die Niere
  • 7 Prozent für das Herz
  • 4 Prozent für das Fettgewebe
  • 13 Prozent für andere Funktionen

In der Muskulatur und Leber kann ein Teil der aufgenommenen Kohlenhydrate gespeichert werden. Der Rest wird in Fett umgewandelt und gespeichert. Komplexe Kohlenhydrate, wie die Raffinose, werden langsamer verstoffwechselt.

Neben der Energieversorgung der Zellen, benötigen Sie Kohlenhydrate zur Aufrechterhaltung des Wasser- und Elektrolythaushaltes. Sie sind Bestandteile von Blutsubstanzen, Schleimstoffen und Gerinnungshemmern.

Wie hoch ist der tägliche Bedarf an Raffinose?

Kohlenhydrate, als Bestandteil der drei Hauptnährstoffe Kohlenhydrate, Eiweiß und Fett, sollen ca. 55 bis 65 Prozent der zugeführten Energie ausmachen.

Einen spezifischen Bedarf an Raffinose gibt es nicht, da er als Dreifachzucker in Kombination und Variation mit vielen anderen Kohlenhydratverbindungen austauschbar ist.

Wie entsteht Raffinose-Mangel?

Ein Raffinose-Mangel entsteht durch eine unzureichende Zufuhr von raffinosehaltigen Lebensmitteln.

Welche Folgen hat ein Raffinose-Mangel?

Die gesundheitlichen Folgen sind zu vernachlässigen, da komplexe Kohlenhydrate austauschbar sind. Die Hauptnährstoffe Fett und Eiweiß können im Körper ebenso zur Energiebereitstellung genutzt werden.

An welchen Symptomen erkennen Sie eine Raffinose-Überdosierung?

Raffinosehaltige Lebensmittel werden in größeren Mengen bei der Verwertung im Körper in den Dickdarm geschleust. Die dort angesiedelten Mikroorganismen produzieren Gase, die als Blähungen an die Luft abgegeben werden. Eine Überdosierung von raffinosehaltigen Lebensmitteln verstärkt diesen Effekt.

Bei welchen Krankheitsbildern kann Raffinose hilfreich sein?

Raffinose kann mit den oben aufgeführten Lebensmitteln in der Therapie von Diabetes und den Zivilisationskrankheiten Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck, Übergewicht und Adipositas vorbeugend eingesetzt werden.

Die Begründung liegt in der Tatsache, dass durch den natürlichen, also unverarbeiteten oder wenig verarbeiteten, Verzehr von raffinosehaltigen Lebensmitteln wie Hülsenfrüchten beziehungsweise vollwertigen pflanzlichen Lebensmitteln eine frühzeitige Sättigung und Stabilisierung des Blutzuckerspiegels erzeugt werden kann.

Eine gesunde Vollwertkost enthält ausreichend Raffinose.

Quellen:

*Affiliate-Link


Verwandte Themen:

Alkohol, Ballaststoffe, Biotin, Calcium, Chlorid, Chrom, Eisen, Energielieferanten, Fett, Fettstoffwechsel, fettlösliche Vitamine, Fluorid, Folat, Grundumsatz, Hemizellulose, Jod, Kalium, Kobalt, Kohlenhydrate, Kohlenhydratstoffwechsel, Kupfer, Magnesium, Mangan, Mengenelemente, Molybdän, MSM-natürlicher Schwefel, Natrium, Nährstoffe, Niacin, Nickel, Oligofructose, Oligosaccharide, Pektin, Phosphor, Proteine, Raffinose, Rubidium, Selen, Silicium, Spurenelemente, Stachyosen, Stärke, Strontium, Triglyceride, Ultraspurenelemente, Vanadium, Verbascose, Vitamin A, Vitamin B1, Vitamin B2, Vitamin B5, Vitamin B6, Vitamin B12 (Cobalamine), Vitalstoffe, Vitalstoffmangel, Vitamin C, Vitamin D, Vitamin E, Vitamin K, Wasser, wasserlösliche Vitamine, Zellulose, Zink