26. Januar 2018

Eisen, Eisenmangel und Eisenüberschuss

Eisen ist in aller Munde. Etwa 25% der Bevölkerung leiden unter einer Sideropenie, die allgemein bekannt ist unter dem Begriff Eisenmangel. Weitere 10% der Menschen haben mit einem Eisenüberschuss, der Hämochromatose zu kämpfen. Dieser Artikel befasst sich mit beiden Erkrankungen und ist in drei Abschnitte unterteilt:



Was ist Eisen und wozu dient es?

Eisen ist ein essentielles Spurenelement, d.h. es ist für den Körper lebensnotwendig. Eisen ist ein wichtiger Bestandteil von Hämoglobin und Myoglobin, welche unter anderen für den Transport von Sauerstoff und Kohlendioxid im Blut zuständig sind. Allein 70 % des Eisens benötigt der Körper für die Bildung vom Hämoglobin. Die restlichen 30 % werden für den Transport diverser Stoffwechselprodukte benötigt. Die Aufnahme dieses wichtigen Spurenelementes erfolgt zum Teil im Magen und zum Teil im Dünndarm.

Der Eisenbedarf ist abhängig vom Alter und von der allgemeinen Lebenssituation. (siehe Grafik)

Wissenswertes über Eisenmangel / Sideropenie

Ursachen von Eisenmangel

Eisenmangel ist laut WHO die häufigste Mangelerkrankung der Welt. Die Hauptursachen finden sich in einer ungesunden und somit unausgewogenen Ernährungsweise, die viel Süßigkeiten, Kuchen, Weißmehlprodukte sowie wenig Obst und Gemüse enthält. Oftmals wird behauptet, dass eine rein pflanzliche Ernährungsweise ebenfalls zu Eisenmangel führt. Dies ist jedoch ein wissenschaftlich widerlegter Mythos. Es ist sogar so, dass insbesondere Eier, Milch und Milchprodukte die Aufnahme von Eisen hemmen und somit Vegetarier und Mischköstler häufiger von einem Eisenmangel betroffen sind als Menschen, die sich rein vegan ernähren.

Neben der Fehlernährung kann ein Mangel an Eisen aber auch durch Verletzungen und Operationen mit starkem Blutverlust entstehen oder durch eine sehr starke Menstruationsblutung bei Frauen.

Eine Eisenmangel kann ferner entstehen, wenn ein erhöhter Bedarf dieses Spurenelementes besteht. Schwangere und Stillende, Ausdauer- und Leistungssportler, Blutspender und Menschen mit entzündlichen Darmerkrankungen haben einen höheren Bedarf an Eisen und kommen daher schneller in einen Eisenmangel als die durchschnittliche Bevölkerung.

Symptome für Eisenmangel

Die auffälligsten Symptome für Eisenmangel sind:

  • Müdigkeit
  • allgemeine Schwäche
  • Hautblässe
  • Appetitlosigkeit

Hinzukommen

  • häufige Infektionskrankheiten
  • Kopfschmerzen
  • raue Haut
  • brüchige Fuß- und/oder Fingernägel
  • rissige Mundwinkel
  • spröde Lippen.

Ernährung bei Eisenmangel

Mit einer gesunden und vollwertigen Ernährung lässt sich Eisenmangel meist im Vorfeld verhindern. Der Verzehr von eisenreichen Nahrungsmitteln, wie die nachfolgend genannten leisten hier sehr gute Arbeit.

  • Gemüse
    • B. Topinambur, Schwarzwurzel, Spinat
  • Salat
    • B. Brunnenkresse
  • Kräuter
    • B. Löwenzahn, Petersilie,
  • Hülsenfrüchte
    • B. Linsen, Erbsen, Bohnen und Co.
  • Getreide
    • B. Weizenkeime, Vollkorngetreide
  • Pilze
  • Nüsse und Samen

Auch ist es hilfreich diese eisenreichen Nahrungsmittel mit Vitamin C haltigen Nahrungsmitteln zu kombinieren. Viel Vitamin C enthalten beispielsweise:

  • Obst
    • Goji Beeren, schwarze Johannisbeere, Hagebutte, Sanddorn, Erdbeeren, Zitrusfrüchte
  • Gemüse:
    • Paprika, Rosenkohl, Brokkoli, Fenchel, Grünkohl, Spinat, Mangold und Lauch

Vitamin C unterstützt hierbei den Körper bei der Aufnahme von Eisen und umgekehrt unterstützt Eisen die Aufnahme von Vitamin C. Es gibt kaum ein natürliches Nahrungsmittel, welches nicht beide Bestandteile enthält.

Je bunter, vitalstoffreicher und vollwertiger die Ernährung ist, umso geringer ist die Gefahr einen Eisenmangel zu bekommen.

Eisenmangel und Nahrungsergänzung

Präparate, insbesondere hochdosierte Eisen-Tabletten und Co., sollten nur nach Rücksprache mit einem Arzt oder Allternativmediziner eingenommen werden.  Auch macht es wenig Sinn, Eisen losgelöst von anderen Vitalstoffen einzunehmen. Flüssige Komplexpräparate, wie zum Beispiel Salus Kräuterblut Floradix* sind hier sicher eine gute Möglichkeit einen Eisenmangel vorzubeugen bzw. zu beheben.

Buchempfehlungen bei Eisenmangel

Wer mehr über das Thema Eisenmangel wissen möchte, ist mit nachstehenden Büchern sehr gut bedient:

Das Letzt genannte Buch befasst sich allgemein mit dem Thema Eisen, aber auch mit Eisenmangel und Eisenüberschuss.

Wissenswertes über Eisenüberschuss/Eisenspeicherkrankheit

Ursachen von Eisenüberschuss

Eisenüberschuss ist eine angeborene Erkrankung, die als Hämochromatose oder auch Eisenspeicherkrankheit bezeichnet wird. Bei dieser Erkrankung ist der Körper nicht in der Lage überschüssiges Eisen über den Stuhlgang auszuscheiden. In diesem Fall wird das überschüssige Eisen in verschiedenen Organen eingelagert. Hierzu gehören:

  • Leber
  • Milz
  • Herz
  • Bauchspeicheldrüse,
  • Hoden (bei Männern)
  • Knochenmark
  • Haut

Symptome und Folgen von Eisenüberschuss

Es gibt eine Vielzahl von Symptomen und Folgeerkrankungen der Eisenspeicherkrankheit. Die häufigsten sind:

  • Krankhafte Leberveränderungen
  • Braunfärbung der Haut
  • Herzmuskelschwäche
  • Hodenschwund
  • Diabetes

Behandlung der Eisenspeicherkrankheit

Die Behandlung eines Eisenüberschusses gehört unbedingt in die Hände eines Facharztes. Der Aderlass wird hier aktuell als bevorzugte Behandlungsmethode gewählt. Jedoch ist diesem aufgrund natürlicher Einschränkungen, wie der Blutmenge eine Grenze gesetzt. Was dazu führt, dass die an Hämochromatose erkrankten Personen auch nach anderen Wegen zur Unterstützung Ausschau halten sollten. Einer dieser Wege ist die Unterstützung durch Ernährung.

Ernährung bei Eisenüberschuss

Grundsätzlich ist es auch bei einem Eisenüberschuss wichtig, dass sich der/die Betroffene gesund, ausgewogen und vollwertig ernährt. Auch hier sollte die Ernährung möglichst bunt und abwechslungsreich sein. Eisenreiche Nahrungsmittel sollten NICHT mit Vitamin C-Haltigen Nahrungsmitteln aufgenommen werden (siehe Auflistung: Eisenmangel bekämpfen/vorbeugen weiter oben im Text). Außerdem kann man sich zunutze machen, dass bestimmt Nahrungsmittel und Getränke die Eisenaufnahme verzögern. Hierzu gehören:

  • Kaffee
  • Grüner Tee
  • schwarzer Tee
  • Kleie
  • Vollkorngetreideprodukte
  • Kakao
  • Rhabarber

Buchempfehlungen bei Eisenüberschuss

Als Betroffener ist es sinnvoll möglichst viel über die eigene Krankheit zu wissen. Informative Bücher hierzu sind:

Letzteres befasst sich sowohl mit Eisenüberschuss als auch mit Eisenmangel und gibt einen sehr guten Überblick zum Thema Eisen im Allgemeinen.

Fazit zu Eisenmangel und Eisenüberschuss

Sowohl bei Eisenmangel als auch bei Eisenüberschuss ist eine gesunde und vollwertige Ernährung sehr wichtig. Mit Hilfe einer bunten und vitalstoffreichen Ernährungsweise, lässt sich ein Mangel an diesem wichtigen Spurenelement hervorragend vorbeugen. Wer sich noch nicht gesund und ausgewogen ernährt, sollte seine Ernährung dahingehend umstellen. Bei der Ernährungsumstellung, hilft beispielsweise der kleine und kompakte Ratgeber Ich stell dann mal um.

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