Hemizellulose- Baustein der Ballstoffe

Hemizellulose ist eine Mischung aus verschiedenen langkettigen Vielfachzuckern, die der Körper nicht verdauen beziehungsweise Spalten kann. Sie ist Bestandteil von pflanzlichen Zellwänden. Somit gesehen ist die Hemizellulose in den Nahrungsmitteln ein Bestandteil der Ballaststoffe.

Denn Ballaststoffe bestehen aus:

  • Zellulose
  • Hemicellulose
  • Pektin
  • Ligin

Eine wichtige physikalische Eigenschaft der Ballaststoffe ist die Fähigkeit, Wasser zu binden. Darum werden die einzelnen Bestandteile der Ballaststoffe in Füll- und Quellstoffe eingeteilt.

Füllstoffe sind die nicht quellfähige Komponente der Pflanzenfasern ist die Zellulose. Quellstoffe sind dagegen die Hemizellulose und das Pektin.

Vorkommen der Hemizellulose in Lebensmitteln

der Anteil von Hemizellulose ist besonders hoch in folgenden Lebensmitteln:

  • Hafer
  • Roggen
  • Weizen
  • Gerste
  • Gemüse
  • Obst.

Besonders Kleie, die aus den Schalen der Getreidekörner besteht, enthält rund 40 Prozent Hemizellulose.

Der Anteil von Ballastoffen allgemein sinkt mit dem Grad der Verarbeitung. Wer auf eine ballaststoffreiche Ernährung achten will, sollte möglichst auf naturbelassene Lebensmittel zurückgreifen.

Wirkung von Hemizellulose im Körper

Der einfachhalthalber wird hier der Begriff Hemizellulose mit dem Begriff Ballaststoffe gleichgesetzt, da die Hemizellulose nicht als isolierter (einzelner) Stoff im Körper wirkt.

Ballaststoffe beeinflussen die Verdauungsgeschwindigkeit. Durch die Quellfähigkeit der Ballaststoffe werden die zu verdauenden Lebensmittel länger im Magen gehalten und können besser zersetzt werden, was dazu führt, dass die Aufnahme von Nährstoffen in den Blutkreislauf verbessert wird.

Außerdem fördern Ballaststoffe die Darmbeweglichkeit (Peristaltik) und damit die Verdauung.

Präventive (vorbeugende) Wirkung von Ballaststoffen können sein:

  • Verbesserung des Reizdarm-Syndroms
  • Reduzierung von Übergewicht
  • Senkung der Blutfettwerte
  • Reduzierung des Risikos für eine koronare Herzerkrankung.

Zudem reguliert die Aufnahme von Ballastoffen auf „sanfte Weise“ den Blutzuckerspiegel 3

Der tägliche Bedarf an Hemizellulose

Auch hier wird der Begriff der Einfachheit halber wieder durch Ballaststoffe ersetzt.

Laut einer Empfehlung der DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) liegt die Empfehlung von 30 g Ballaststoffe pro Tag. Allerdings schafft es der Durchschnittsdeutsche auf gerade mal 15-20 g pro Tag.

Unterversorgung mit Hemizellulose

Folgen von der Unterversorgung mit Ballaststoffen können sein:

  • Verdauungsstörung
  • Vitalstoffmangel
  • mögliche Heißhungerattacken.

Wenn der tägliche Bedarf nicht durch die Mahlzeiten gedeckt werden kann, so empfiehlt es sich, zusätzlich Leinsamen oder Flohsamenschalen einzunehmen.

Bedenken sollte man dabei, dass eine zu schnelle Steigerung der täglichen Ballaststoffmenge eine Belastung für den Körper darstellt. Darum kann es kurzfristig zu Verdauungsstörungen kommen.

Zu empfehlen ist daher eine langsame Steigerung der Ballaststoffmenge und eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr.

Überdosierung von Hemizellulose

Bei einer Überdosierung von Hemizellulose/ Ballaststoffen kann es zu folgenden Symptomen kommen:

  • Veränderung des Stuhlgangs
  • Verstopfung oder Durchfall
  • Blähungen
  • Magenbeschwerden
  • Bauchkrämpfe, die zwischen 2 Stunden und 3 Tagen anhalten können.

Eine Überdosierung tritt meist dann auf, wenn man es mit der gesunden Ernährung übertreibt. Ziel sollte daher eine ausgewogene Ernährung sein.

Eine ausgewogene Ernährung fördert das allgemeine Wohlbefinden und dient der Gesundheitserhaltung.

Quellen:


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