21. Juli 2020

Was ist Biotin?

Biotin gehört zur Gruppe der B-Vitamine. Es ist ein wasserlösliches Vitamin. Biotin ist auch bekannt unter dem Namen Vitamin B7 und Vitamin H.

Im Darm befindliche Bakterien sind in der Lage, Biotin in geringen Mengen herzustellen. Wissenschaftler gehen davon aus, dass das so erzeugte Vitamin B7 zum Teil vom Körper aufgenommen wird.

Der größte Teil des Biotin-Bedarfes wird jedoch über die Zufuhr aus der Nahrung gedeckt.

Welche Aufgaben hat Biotin?

Biotin ist an umfangreichen Vorgängen im Körper beteiligt. Hierzu gehören:

  • Kohlenhydrat-, Eiweiß- und Fettstoffwechsel
  • Zellenentwicklung und Zellwachstum
  • Bildung der männlichen Geschlechtshormone
  • Reparatur und Bildung von Hautgewebe und Blutzellen
  • Gesunde Funktion der Schweißdrüsen, des Nervensystems und des Knochenmarks

Wieviel Biotin braucht der Körper?

Der Biotin-Bedarf ist abhängig vom Alter. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt für Erwachsene eine tägliche Zufuhr von 30 bis 60 µg pro Tag.

Diese Menge kann mit einer gesunden und ausgewogenen Vollwertkost abgedeckt werden.

Zufuhrempfehlungen der DGE für Biotin
Biotin – Zufuhrempfehlung der DGE
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In welchen Nahrungsmitteln ist Biotin?

Biotin ist in vielen Nahrungsmitteln enthalten. Besonders zu erwähnen sind:

  • Eigelb
  • Gemüse
  • Haferflocken
  • Hülsenfrüchte
  • Leber
  • Milch und Milchprodukte
  • Nüsse
biotingehalt in lebensmitteln
Top 10 der biotinhaltigen Lebensmittel

An welchen Symptomen erkennen Sie einen Biotin Mangel?

Biotin-Mangel kommt äußerst selten vor. Er ist gekennzeichnet von:

  • Abgespanntheit
  • Depressionen
  • Entzündungen der Mundschleimhaut
  • Gereiztheit
  • Hautprobleme, wie trockene oder fettige Haut
  • Müdigkeit
  • Nervosität
  • Schuppen und Haarausfall
  • Schwäche
  • Übelkeit

Bei einem Biotin-Mangel im Säuglings- und Kindesalter kann es zu Entwicklungs- und Wachstumsstörungen kommen.

An welchen Symptomen erkennen Sie eine Biotin Überdosierung?

Nach aktuellem Stand ist eine Überdosierung mit Biotin nicht möglich. Daher gibt es auch keine bekannten Symptome, die für eine Überdosierung sprechen.

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Bei welchen Erkrankungen hilft Biotin?

Es gibt Vermutungen, nach denen Biotin bei folgenden Erkrankungen positive Auswirkungen auf den Heilungsverlauf haben soll:

  • Hauterkrankungen
  • Muskelschmerzen
  • Depressionen

Allerdings fehlen zu allen Krankheitsbildern wissenschaftliche Beweise zur Wirkung von Biotin.

Richtig ist jedoch, dass Biotin eine wichtige Aufgabe zum Schutz von Blutzellen, Nervengewebe, Drüsen und Knochen, übernimmt.

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