Mein Aufreger der Woche: Milchwerbung

MilchempfehlungMein persönlicher Aufreger der Woche ist diese Anzeige. Sie ist zu finden in der kostenfreien Informationszeitschrift „Schule & Wir“ Nr. 1/2014. Dieses Blatt wird vom Bayerischen Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst herausgegeben und über die Kinder an alle Eltern verteilt.

In dem Artikel heißt es, dass Milch den gesamten Bedarf an Kalzium liefert, der für den Erhalt der Knochen und Zähne wichtig ist. Auch wird der Eiweißbedarf über 3 Portionen Milch abgedeckt und das Fett ist leicht verdaulich und die Kohlenhydrate sind gut. Zudem wird Milch als Getränk zu den Mahlzeiten empfohlen.

Wenn Milch so gesund ist, wieso belegen dann Langzeitstudien von den unterschiedlichsten wissenschaftlichen und unabhängig arbeitenden Einrichtungen auf der ganzen Welt das Gegenteil?

Es gibt seit langem Beweise dafür, dass der Verzehr von Milch dafür sorgt, dass wichtige Mineralstoffe (unter anderen auch Kalzium) aus den Knochen herausgezogen, anstatt durch den Verzehr dieses tierischen Nahrungsmittels eingelagert werden. In allen Ländern in denen Milch und Milchprodukte verzehrt werden, ist die Rate der Osteoporose-Erkrankten deutlich höher als in den Ländern, wo wenig oder keine Milch verzehrt wird. Der Abbau von Kalzium aus dem Knochen hat etwas mit der Wirkung der Milch im Körper zu tun. Milch wirkt im Körper nämlich säurebildend und da unsere Knochen als Säurepuffer agieren, werden viele wichtige Mineralstoffe aus den Knochen gezogen, um diese an die entstandene Säure zu binden und abzutransportieren. Dieses Puffersystem ist überlebensnotwendig, denn kommt es zu einer Übersäuerung des Blutes, steht ein Aufenthalt in der Intensivstation eines Krankenhauses an.

Auch gibt es Studien, die Belegen, dass pflanzliche Eiweiße und Fette für den Körper deutlich besser sind, da sie einen höheren Anteil ein gesättigten und mehrfachungesättigten Fettsäuren haben und gesünderes Eiweiß. Wer regelmäßig tierische Produkte verzehr, wozu auch Milch und Milchprodukte zählen, hat ein höheres Risiko an Herzkreislauferkrankungen, Gicht, Diabetes mellitus Typ II und viele andere zu erkranken.

Krönung des Artikels ist dann in meinen Augen die Pausenbrotidee. Sie besteht aus einem Pitabrot (Weißmehl), Schnitzel, Käse und ja auch ein wenig Tomate und Basilikum.

Bitte liebe Eltern, glaubt diesen Werbeanzeigen nicht. Sie dienen dazu tierische Produkte zu einem angeblich gesunden Selbstverständnis zu machen und die Kinder schon von Klein auf auf tierische Produkte zu trimmen. Die Folge sind Erkrankungen im Erwachsenenalter und auch schon Probleme in der Kindheit (zum Beispiel Konzentrationsprobleme, Hyperaktivität und Co.). Aber das ist nur meine bescheidene Meinung als Ernährungsberaterin und Leserin vieler wichtiger unabhängiger Studien.

Eure:

Beatrice Schmidt, Ernährungsexpertin, Bloggerin und Fachbuchautorin von:

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Beatrice Schmidt ist zertifizierte Ernährungsberaterin mit Herzblut. Sie schreibt Fachartikel, Ratgeber und Kochbücher für die vegane und glutenfreie Küche.

Auf vielen Veggie-Messen kann man ihr beim Kochen auf den Showbühnen zu schauen und mit etwas Glück sogar mit machen.

Hier geht es zu ihren Büchern.

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