Gesunde Ernährung: Welche Ernährungsformen gibt es?

Die Frage welche Form der Ernährung denn nun die beste sei, kommt relativ häufig auf. Und da sie nicht leicht zu beantworten ist, werde ich die gängigsten Formen der menschlichen Ernährungsweise hier ein wenig unter die Lupe nehmen und wertfrei erklären. Abschließend werde ich meine ganz persönliche Rangfolge über den Gesundheitswert abgeben.

Allesesser

Der Omnivore, wie der Allesesser auch genannt wird, isst sowohl Tiere und tierische Produkte als auch pflanzliche Nahrungsmittel. Er gehört zu der Gruppe von Menschen, die wir wohl weltweit am häufigsten antreffen werden.

Ovo-Lacto-Vegetarier

Umgangssprachlich wird hier häufig nur von dem Vegetarier gesprochen. Dieser isst alle tierischen Produkte und pflanzliche Nahrungsmittel, jedoch keine Tiere.

Lacto-Vegetarier

Bei dieser Form der vegetarischen Ernährung werden pflanzliche Nahrungsmittel und tierische Produkte verzehrt, jedoch keine Eier und keine Tiere.

Vegetarier

Im allgemeinsprachlichen Gebrauch wird der Vegetarier als Veganer bezeichnet. Veganer essen ausschließlich pflanzliche Nahrungsmittel. Jegliche Form von Tieren oder tierischen Produkten lehnen diese Menschen ab. Durch den Verzicht von tierischen Nahrungsmitteln gibt es zwei kritische Vitamine. Diese sind das Vitamin A, welches nur in tierischen Nahrungsmitteln existiert und das Vitamin B12, welches in tierischer Nahrung häufiger vorzufinden ist als in pflanzlicher Nahrung. Erst genanntes kann jedoch durch die Umwandlung von Beta-Carotin aus pflanzlichem Essen gewonnen werden und zweitgenanntes entweder durch die richtige Zusammenstellung der Nahrungsmittel oder noch einfacher durch ein hochwertiges Vitalstoffpräparat.

Es gibt noch viele andere Formen der Ernährung, welche ich hier der Übersicht wegen jedoch nicht alle auflisten möchte, da es mir lediglich darum geht einen groben Überblick zu verschaffen.

Doch welche Ernährung ist denn nun die Beste?

Die Meinungen und wissenschaftlichen Einschätzungen zu den unterschiedlichen Ernährungsweisen gehen zum Teil sehr stark auseinander. Die Einen sagen zum Beispiel die vegane Ernährungsform sei die gesündeste, andere behaupten genau das Gegenteil, weil hier die größte Gefahr bestünde einen Vitalstoffmangel zu bekommen.

In meiner langjährigen Praxis habe ich feststellen können, dass jeder bei einer ungünstigen Auswahl an Nahrungsmitteln in ein Vitalstoffdefizit kommen kann. Ein Allesesser, genauso wie ein Vegetarier oder Veganer. Wichtig ist es hier auf die Qualität der Nahrungsmittel zu achten.

Ist das Essen vollwertig, möglichst gering verarbeiten, die Nahrungsmittel frisch regional und saisonal sowie mit möglichst wenig Schadstoffen belastet, hat der Verzehrer schon sehr viel gewonnen. Kommt bei einem Omnivore auch noch das Bewusstsein hinzu, dass der Verzehr von toten Tieren auf maximal 2 Tage pro Woche beschränkt sein sollte und auch hier keine Unmengen gegessen werden, sind wir noch einmal einen Schritt weiter. Statt Weißmehlprodukte kommen Nahrungsmittel aus Vollkorngetreide auf dem Tisch und als Getränke werden in erster Linier Wasser sowie ungesüßte Kräuter-du Früchtetees verwendet. Alle Punkte zusammengefasst nennt man dann Vollwerternährung. Diese Kostform strebe ich in meinem Ernährungsumstellungs-Ratgeber Ich stell dann mal um an.

Aus den bisher Punkten ergibt sich für mich persönlich nachstehende Bewertung der hier genannten Ernährungsformen:

Gesunde Ernährung Ernährungsformen-Grafik 2

Doch wie gelange ich nun tatsächlich zu diesem Ergebnis? Schließlich habe ich bisher nur sehr oberflächliche Informationen gegeben. Kommen wir nun also zu weiteren Begründungen. Es gibt viele Langzeit-Studien, welche belegen, dass der übermäßige Verzehr von Tieren und tierischen Nahrungsmitteln zu erheblichen gesundheitlichen Schädigungen führen können.

Auch ist der Verzehr von Produkten aus weißem voll ausgemahlenen Mehl nicht gerade gesundheitsfördernd. Hinzu kommt die Belastung von, insbesondere tierischen Nahrungsmitteln, mit Medikamenten und Pestiziden. Diese Belastung ist bei konventionell angebauten beziehungsweise gezüchteten Nahrungsmitteln höher als bei nachhaltig erwirtschaftetem Essen. Wer sich also vollwertig und vegan ernährt und darauf achtet, dass die Vitamin B12 Zufuhr sicher gestellt ist, hat meiner Meinung nach gesundheitlich ganz klar die Nase vorn. Ein Veganer, der nicht auf die Ausgewogenheit seiner Nahrung achtet, steht vom Gesundheitswert hinter dem vollwertigen Allesesser.

Wer gern noch mehr Erläuterungen zu dem Thema haben möchte, kann diesen Beitrag gern kommentieren und seine/ihre Fragen dazu stellen.

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Beatrice

Beatrice Schmidt ist zertifizierte Ernährungsberaterin mit Herzblut. Sie schreibt Fachartikel, Ratgeber und Kochbücher für die vegane und glutenfreie Küche.

Auf vielen Veggie-Messen kann man ihr beim Kochen auf den Showbühnen zu schauen und mit etwas Glück sogar mit machen.

Hier geht es zu ihren Büchern.

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